Escape from Tarkov: Keine spielbaren Frauen, Entwicklung sei »zu aufwändig«

In Escape from Tarkov gibt es ausschließlich männliche Soldaten. Das sorgt für viele Diskussionen.


Aktuell entbrennen einige kontroverse Diskussionen um Escape from Tarkov.
Auf Twitter finden sich zahlreiche Reaktionen auf einen Tweet von Entwickler Battlestate Games,
der über weibliche Figuren im Hardcore-Shooter spricht.

Die Entwickler erteilen der Möglichkeit eine Absage, dass es neben den männlichen Soldaten auch weibliche spielbare Charaktere in dem Shooter-MMO geben wird.
Die Begründung: Das Modellieren sei zu aufwändig - und außerdem würden spielbare Soldatinnen nicht zur Hintergrundgeschichte des Spiels passen. Es gebe zwar Frauen im Spiel in Form von Händlerinnen und anderen NPCs, allerdings keine spielbaren Soldatinnen.

Wie genau sich das Fehlen von weiblichen Soldaten aus der Lore erklärt, erläutern die Entwickler nicht weiter. In den bisher veröffentlichten Wikis und Homepage-Einträgen sind wir auf keine konkreten Hinweise gestoßen, die das Statement einordnen. Wir haben bei den Entwicklern nachgefragt und ergänzen diese Meldung, sobald wir antworten erhalten.


Die Diskussion läuft bereits seit 2016


Hinter dieser Diskussion steckt mehr, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Viele Kritiker beziehen sich auf ein Interview von 2016, wo einer der Entwickler von Escape from Tarkov bereits auf die Frage nach weiblichen Spielfiguren antwortete. Damals klang die Begründung noch anders als im aktuellen Tweet: Frauen könnten die Belastung des Krieges nicht ertragen, hieß es damals.


"Wir haben darüber nachgedacht, dann aber beschlossen, dass Frauen im Krieg nicht erlaubt sind. Ich stimme zu [dass Frauen in realen Militärs aktiv sind, Anm. d. Red.] und wir haben darüber ausführlich diskutiert, kamen aber zu dem Schluss, dass Frauen mit der Art Stress nicht umgehen können. Hier ist nur Platz für hartgesottene Männer."


Mittlerweile distanzieren sich die Entwickler von der damaligen Äußerung. Der Mitarbeiter sei für sein Statement gerügt worden, man respektiere Frauen im Militär und in Kriegen und wolle deren Leistung nicht schmälern.


Die neuere Begründung, Frauen seien zu schwierig zu modellieren, ist also durchaus als Reaktion auf das damalige Statement zu sehen. Battlestate Games sind übrigens nicht die einzigen Entwickler, die sich auf diese Frage in dieser Weise äußern.

Denn ähnliche Diskussionen gab es schon bei Assassin's Creed Unity. Ein weitere Beispiel: Die Entwickler von Hunt: Showdown, die für die Zukunft zwar weibliche Spielfiguren versprachen, aber dennoch betonten, wie aufwändig es sei, einen zweiten Körpertypen ins Spiel zu integrieren.


Wir beziehen unsere Spiele-News aus aktuellen Artikeln von Gamestar.de.

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